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Das Lebensende und ich | Was jeder vor dem Tod regeln sollte

Gut vorbereitet die letzte Reise antreten. Anregungen & eine Checkliste, was man alles besprechen könnte, findest du hier.

Checkliste mit Notizen und Füllfeder auf Schreibtisch
Reisen plant man. Man spricht darüber, erkundigt sich und holt zweckdienliche Informationen ein.
Man entscheidet, was man mitnimmt. Man berechnet die Kosten und bedenkt, wer oder was während der Abwesenheit versorgt werden muss.
Man trifft Abwesenheitsregelungen und verabschiedet sich von allen Lieben vor der Abfahrt.

Ganz ähnlich gut gewappnet sollten wir auch unsere letzte Reise antreten. Aber Hand aufs Herz: Wer macht das schon? 

Wir wissen nicht, was mit dem Tod auf uns zukommt. Sorgenvoll blenden wir daher das eigene Sterben der Einfachheit halber lieber aus, als dass wir uns damit beschäftigen.
Dabei ist es doch der Tod, der die einzelnen Momente in unserem Leben zu etwas Besonderem macht.

Gut vorbereitet, so sollten wir unsere letzte Reise antreten. Denn einen Plan zu haben, hilft uns dabei, die Orientierung zu behalten und sorgt für mehr Sicherheit im Alltag und im Miteinander.

Planung für die letzte Reise


Wie wir uns auf die letzte Reise begeben, ist ein Ausdruck unserer eigenen Persönlichkeit und der Lebensgeschichte. Es spiegelt unsere Einstellung zum Leben wider. 
Während für die einen die Devise „Abwarten und Teetrinken“ lautet, versuchen andere hingegen ihr Lebensende aktiv zu gestalten. Es hilft, mit den Angehörigen über den Lebensabend und den eigenen Tod zu sprechen. Zu klären, was geklärt werden sollte. Und sich über die eigenen Wünsche, Ängste und Sorgen mit anderen auszutauschen.

Für Gespräche dieser Art empfiehlt es sich, bewusst einen Termin zu vereinbaren und allen Beteiligten Möglichkeit zur Vorbereitung zu geben. Sich vorab zu überlegen, wovor man sich fürchtet (wie etwa vor einem langen schmerzhaften Sterbeprozess, vor dem Verlust der Autonomie, vor dem Loslassen, … ) und wie man es im Optimalfall gerne hätte.

Checkliste für den eigenen Tod 


Zur Vorbereitung auf ein solches Gespräch haben wir eine Checkliste erstellt, die du auch ausdrucken kannst.
Sie soll eine Anregung sein, welche wichtigen Themen es zu besprechen geben kann.



Praktische Überlegungen zum Lebensende


  • Wer kann meine Betreuung übernehmen?
    Wie kann sie finanziert werden?

  • Soll ich eine Patientenverfügung machen? 
    Wie möchte ich medizinisch behandelt werden?

  • Wie stelle ich mir meinen Abschied vor?
    Wer soll mein Beistand in den letzten Stunden oder Tagen sein?

  • Wo möchte ich sterben, wenn ich es mir aussuchen kann?

  • Wie, wo und auf welche Art will ich beerdigt werden?
    Welches Bestattungsinstitut soll beauftragt werden? 
    Grab oder Urne? Erdbestattung oder Einäscherung?
    Soll ich dafür eine Bestattungsvorsorge abschließen?
    Oder ein Treuhandkonto einrichten, mit dem die Kosten des Begräbnisses gedeckt werden können?
     
  • Was möchte ich wem hinterlassen?

  • Soll ich eine Vorsorgevollmacht erteilen?

  • Was soll mit meinen Haustieren geschehen?

  • Wer soll von meinem Tod benachrichtigt werden? (Adressen / Telefonnummern)

  • Wer soll zum Begräbnis, wer zur Zehrung eingeladen werden?

  • Soll ich die Sterbeanzeige selbst verfassen?
    Möchte ich meinen eigenen Nachruf schreiben?

  • Wie soll mein Grabstein aussehen?

  • Wer soll mein Grab pflegen?

  • Möchte ich letzte Worte in Form eines Briefs an meine Angehörigen und Freunde richten?



Persönliche Gedanken zum Lebensende


  • Was kann ich vor meinem Tod loslassen?

  • Was kann ich vor meinem Tod bereinigen?

  • Was will ich vor meinem Tod noch unbedingt erleben oder erreichen?



Informationen und Unterlagen, die Hinterbliebenen benötigen

Gut ist es auch, daran zu denken, was Hinterbliebene nach deinem Tod benötigen und diese Dinge in einer Mappe bereit zu stellen:

  • Geburtsurkunde

  • Heiratsurkunde

  • Pensions- oder Rentenunterlagen

  • Krankenversicherungsunterlagen

  • Bankunterlagen

  • Testament

  • Lebenslauf

  • Spruch und Foto für die Parte

  • Auswahl deiner Lieblingsmusik für das Begräbnis



Hier kannst du die Checkliste für die letzte Reise downloaden.

Über sich und seine Wünsche zu sprechen, ist natürlich nicht immer angenehm.
Nimm dir daher Zeit für deine Überlegungen und höre in dich hinein, was für dich stimmig ist.

Und vielleicht bringen mutige Gespräche über dieses sensible Thema ja sogar Steine ins Rollen….
Autor: Gudrun Hofer
Mag. Gudrun Hofer

Texterin & Content-Marketing-Verantwortliche bei Hofer-Kerzen

✍️ Über die Autorin

Gudrun Hofer weiß, dass es Momente im Leben gibt, in denen Worte nie genug sein können und dass sie trotzdem zählen.

Ihren Weg zu den Kerzen fand sie auf einem Umweg, der im Nachhinein wie Schicksal wirkt:
Nach ihrem Jusstudium suchte sie einen Ausgleich zur vielen rechtlichen Theorie und fand ihn in der Welt des Wachses und des Lichts. Ihr Schwiegervater, der letzte Wachsziehermeister Österreichs, wurde zu ihrem persönlichen Mentor und weckte in ihr eine Faszination für Kerzen, die bis heute nicht erloschen ist. Seither beschäftigt sie sich intensiv mit der Bedeutung von Kerzen in der Trauer- und Erinnerungskultur – von ihrer Symbolik bis hin zu ihrer Rolle in persönlichen Gedenkritualen – und schreibt darüber für den Hofer-Kerzen Blog.

Besonders bewegen sie die Themem Trauer, Gedenken und Erinnern. Durch ihre Arbeit bei Hofer-Kerzen kennt sie die Bedürfnisse von Menschen in Zeiten der Trauer aus nächster Nähe. Sie weiß, wie schwer es ist, in den dunkelsten Momenten des Lebens die richtigen Worte zu finden und wie viel es bedeuten kann, wenn es gelingt. Mit viel Herz, Feingefühl und dem Respekt vor jedem einzelnen Schicksal schreibt sie Texte, die trösten, begleiten und Orientierung geben.

Bei Hofer-Kerzen darf sie genau das tun, was sie am meisten liebt: Menschen in besonderen Momenten das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.

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