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Trauer um einen Freund | 21 berührende Abschiedsrituale für die Beerdigung

Eine Sammlung von 21 Ideen für die besondere Gestaltung der Beerdigung eines Freundes oder eines Familienmitglieds. 🖤

Trauer um einen Freund Titelbild Blogartikel
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Freunde sind Familie, die man sich aussuchen kann, sagt man.
Mit ihnen verbinden uns oft genauso tiefe Gefühle wie mit nahen Verwandten. Gute Freundschaften prägen uns. Sie hinterlassen ihre Spuren, machen uns glücklicher und lassen uns länger leben.
Der Tod eines guten Freundes ist ein massiver Einschnitt in unserem Leben, denn er bedeutet immer den Schlusspunkt in einer wertvollen Beziehung. Der Tod bringt uns um unsere gemeinsame Zukunft.
Er ist aber nicht das Ende der Verbundenheit, denn diese bleibt über den Tod hinaus bestehen.

Warum Freunde bei einer Beerdigung wichtig sind

An der Beerdigung wird der verstorbene Mensch von seiner Familie als Mutter, Vater, Bruder oder Schwester verabschiedet.
Der oder die Tote hatte aber auch andere Rollen im Leben – die, der geliebten Freundin, des besten Kumpels, der geschätzten Arbeitskollegin,…

Für viele Trauerfamilien ist es daher eine sehr berührende Geste, wenn enge Freunde, gute Arbeitskollegen und langjährige Weggefährten des Verstorbenen bei der Verabschiedungszeremonie eine aktive Rolle übernehmen. Durch das Vortragen persönlicher Erinnerungen oder das Durchführen ritueller Handlungen tragen sie dazu bei, dass das Bild des verstorbenen Menschen facettenreicher und vollständiger wird.

Hinterbliebene Familienangehörige erfahren oft erst durch diese persönliche Würdigung, wo und auf welche Weise das Wirken des Toten sonst noch Spuren hinterlassen hat. Das ist nicht nur für die trauernde Familie wichtig, sondern dient auch dazu, dass Freunde und andere eng verbundene Menschen den Verlust gefühlsmäßig annehmen und dem verstorbenen Menschen die letzte Ehre erweisen können.
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21 berührende Rituale für die Beerdigung eines Freundes

Selten hat man lange Vorlaufzeit, um eine berührende Verabschiedung zu planen. Gerade in der akuten Trauerphase ist man meist auch nicht sonderlich kreativ.
Wir haben uns daher gedacht, es ist vielleicht sehr hilfreich, eine Liste an Ritualen für die Trauerfeier zu erstellen, auf die du bei Bedarf zurückgreifen und die du nach deinen eigenen Vorstellungen adaptieren kannst. Bitte vergewissere dich aber unbedingt vorab bei der Trauerfamilie, ob deine Ideen für die Gestaltung der Gedenkfeier auch wirklich erwünscht sind.

RITUALE DER ERINNERUNG


1. Die Erinnerungswand 

Erstellt doch gemeinsam bei der Verabschiedung eine Foto-Erinnerungscollage.
Jeder Trauergast bringt ein Foto vom Verstorbenen mit und heftet dieses an eine dafür vorgesehene Pinnwand. So ergibt sich eine riesige Erinnerungswand auf der viele Stationen des Lebens abgebildet sind.
Eine Reise in die Vergangenheit von den Kindheitstagen bis ins hohe Alter, von bekannten bis hin zu unbekannten Ereignissen im Leben. 

2. Erinnerungskerzen entzünden und in Herzform aufstellen

Die Teilnehmer der Trauerfeier erhalten am Eingang eine kleine Kerze, die sie entzünden und vor dem Sarg oder der Urne in Herzform aufstellen können.
So erhellt ein Licht der gemeinsamen Erinnerung die Verabschiedung. 
Dafür reicht ein kleines Teelicht für jeden. Es können aber auch speziell gestaltetet Abschiedskerzen sein.
Kerzen für diesen Zweck kannst du online in unserem 
Kerzen-Konfigurator ganz leicht nach deinen Vorstellungen gestalten und so ein persönliches Andenken an den Verstorbenen schaffen.

3. Etwas für die letzte Reise mitgeben

Opa war leidenschaftlicher Pfeifenraucher? Die Schwester war der größte Fan einer Musikgruppe? Der beste Freund hat es geliebt, in den Bergen herumzuwandern?
Warum nicht etwas für die letzte Reise mitgeben? Die geliebte Pfeife, Noten vom Lieblingssong oder einen selbstgepflückten Blumenstrauß vom Berg?

In den Sarg darf alles, was verrottet und das Grundwasser nicht verunreinigt – so die Vorschrift. 
Wobei gerade beim letzten Abschied von den Bestattern hier auch gerne einmal eine Ausnahme von dieser Regel gemacht wird. Frag‘ doch einfach nach.

4. Das gemeinsame Foto

Um zu zeigen, bei wem der verstorbene Mensch seine Spuren hinterlassen hat, können die Trauergäste bereits bei der Einladung zur Beerdigung gebeten werden, ein gemeinsames Erinnerungsfoto mitzubringen. Die Fotos werden an einer Wand fixiert und zeigen die vielen besonderen Lebens-Verbindungen zum Verstorbenen auf.

5. Eine Erinnerung mit nach Hause nehmen

Sammle in einem Korb Dinge, die typisch für den verstorbenen Menschen waren oder an ihn erinnern sollen.
Hat er Vögel geliebt, so kannst du zum Beispiel schöne Federn in einen Korb geben. Galt die große Leidenschaft dem Backen, so bereite doch kleine Papierrollen mit dem Ausdrucke des Lieblingsrezepts vor.
Jeder Trauergast darf sich am Ende der Trauerfeier aus dem Korb ein Erinnerungsstück an den Verstorbenen mit nach Hause nehmen.

6. Werke des Verstorbenen ausstellen

Der verstorbene Mensch war ein leidenschaftlicher Fotograf, künstlerisch kreativ oder handwerklich außerordentlich begabt?
Wie wäre es mit einer kleinen Ausstellung seiner Werke an der Beerdigung?

7. Eine Erinnerungs-Schatzkiste gestalten

Gerade bei Kindern verblasst oft die Erinnerung an den verstorbenen Menschen nach einiger Zeit.
Um das Andenken besser bewahren zu können, kannst du bei der Trauerfeier eine Schatzkiste aufstellen, in die jeder Anwesende ein persönliches Erinnerungsstück mit einer kurzen schriftlichen Erklärung hineinlegt. So wie das Betrachten von Fotos dabei hilft, sich an etwas zu erinnern, helfen die Gegenstände in der Schatzkiste die Lebenserinnerungen an den verstorbenen Menschen zu behalten.
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BERÜHRENDE SYMBOLISCHE RITUALE


8. Der fehlende Puzzle-Teil

Ein schöner Weg, um das Fehlen eines Menschen zu symbolisieren:
Stelle neben die Urne oder den Sarg ein großes 3D-Puzzle in Kugelform – bereits fertig zusammengestellt, aber mit einem fehlenden Teil.
Jeder Trauergast erhält einen einzelnen Puzzleteil als Erinnerung an den Verstorbenen zum Mitnehmen.

9. Lieblingsblumen ins Grab werfen

Als letzte liebevolle Geste bei der Verabschiedung werden traditionell Blumen in das offene Grab geworfen.
Auch hier sind natürlich alternative Varianten möglich: Ob Rosenblätter oder Konfetti – alles was verrottet, darf mit ins Grab.
Der Verstorbene war passionierter Pilzesammler? Da wäre es doch eine besonders schöne Geste, ein paar Pilze mit in das Grab zu geben.

10. Gedenkkerzen in Lichterschalen entzünden

Eine besondere Stimmung an der Beerdigung lässt sich durch sogenannte Lichterschalen zaubern.
Außen sind sie schwarz wie die Trauer. Doch durch ihren goldfärbigen Innenanstrich lassen sie ein wunderschönes, helles Licht der Erinnerung in die Dunkelheit strahlen.
Je mehr Lichterschalen verwendet werden, umso stimmungsvoller wirkt es.

Eine Bastelanleitung für die Lichterschalen findest du in unserem BLOG.

11. Samen als Symbol für das Weiterleben

Die Trauergäste erhalten Samen einer Pflanze. Diese können in Erinnerung an den Toten ausgesät werden. Von den entstehenden Pflanzen können wiederum Samen abgenommen werden.
So hat man eine die Zeit überdauernde, greifbare Erinnerung an den verstorbenen Menschen.

Wichtig ist, dass du darauf achtest keine Hybridsamen zu verwenden. Diese sind mit F1 gekennzeichnet und leider nicht vermehrungsfähig.
Kauf‘ daher nur samenfestes Bio-Saatgut, dann bist du auf der sicheren Seite.

12. Holzscheiben mit Namen

Die Teilnehmer der Verabschiedungsfeier erhalten jeweils eine kleine Scheibe Holz auf der der Name des verstorbenen Menschen, sein Geburts- und Sterbedatum vermerkt ist.
Möchtest du besonders kreativ sein, kannst du die Holzstücke mit ihren Lebensringen auch liebevoll bemalen.

Nach dem Begräbnis legen die Trauerenden ihre Holzscheiben in eine Feuerschale, wo sie verbrannt werden. Alternativ können sie auch als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

13. Die Tränenschale

Bunte Glasperlen werden an alle Trauergäste verteilt. Bei der Verabschiedung am Sarg oder an der Urne darf jeder Trauernde seine Glasperle symbolisch als „Träne“ in eine Schüssel legen. 
Später können die Glasperlen als Dekoration am Grab verwendet werden.
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14. Trauersteine festhalten

Stelle einen Korb mit sauberen, runden Steinen bereit. Jeder Trauergast darf sich vor der Verabschiedung einen nehmen und während der Verabschiedung in der Hand halten.
Dadurch erwärmt sich der Stein und wird mit den Gedanken an den verstorbenen Menschen „aufgeladen“.

Am Ende der Trauerfeier wird der Stein mit in das Grab gelegt. So kann das Festhalten und Loslassen symbolisiert werden.
Alternativ können die Steine natürlich auch als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

Besonders schön ist es natürlich, wenn die Steine vorab mit Botschaften oder Bildern besonders gestaltet werden und sich jeder Trauergast „seinen“ Stein aussuchen kann. Eine Anleitung für bemalte Steine findest du in unserem BLOG-Beitrag „Ich schenke dir mein Herz“.

15. Das Lieblingslied gemeinsam singen oder anhören

Nichts verbindet mehr als gemeinsam Lieder singen. Und besonders wenn es das Lieblingslied eines verstorbenen Menschen war.

Solltet ihr euch dem nicht gewachsen fühlen, kann man natürlich stattdessen auch das Lieblingslied gemeinsam anhören. Meistens ist es gar kein Problem während der Verabschiedungsfeier das Musikstück vom Band abspielen zu lassen. Die Bestatter helfen auch sicher gerne, ausgefallene Liedwünsche zu erfüllen.

16. Luftballons steigen lassen

Eine schöne Geste (gerade bei jung verstorbenen Menschen) ist es, nach der Bestattung viele bunte Luftballons in den Himmel aufsteigen zu lassen.
Als Grüße vom Herzen in den Himmel sozusagen.

Luftballons gibt es übrigens auch in ökologisch verträglicher Ausführung, sodass man sich in Bezug auf die Umwelt hier keine Gedanken machen muss.

17. Trauerkleidung – mal anders

Üblicherweise trägt man in unserem Kulturkreis schwarze Kleidung zur Verabschiedung.
Manchmal ist aber eine Abweichung von dieser Regel ein berührendes Symbol für Zusammengehörigkeit. War der verstorbene Mensch Mitglied in einer Sportmannschaft, so kann es eine schöne Geste sein, wenn alle Kollegen in einem besonderen Sportdress kommen.

Gerade bei der Beerdigung von Jugendlichen wird auch oft gewünscht, dass sich alle Trauergäste farbenfroh kleiden.
Wichtig ist nur, dass besondere Farbvorgaben bereits in der Einladung zur Verabschiedungsfeier bekannt gegeben werden, damit sich alle darauf einstellen können.
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ABSCHIEDSRITUALE MIT WORTEN


18. Einen Abschiedsbrief verfassen

In einem Abschiedsbrief kannst du dem Verstorbenen eine letzte Botschaft oder einen persönlichen Herzenswunsch zukommen lassen.
Ob du diesen während der Trauerfeier laut verliest oder ihn lieber ungeöffnet ins Grab mitgeben möchtest, musst du nach deinem Bauchgefühl entscheiden.
Für die Angehörigen ist es jedenfalls sicher eine unbeschreibliche berührende Geste, wenn du es schaffst deinen Brief an der Beerdigung zu verlesen.

Falls du übrigens als Einleitung ein passendes Zitat suchst, stöbere doch mal in unserer Spruchsammlung. Dort wirst du sicher fündig!

19. Das Erinnerungsbuch

Leg‘ doch bei der Beerdigung ein Erinnerungsbuch auf. Die ersten Seiten dieses Buchs kannst du vorab mit Fotos und deinen persönlichen Erinnerungen an den verstorbenen Menschen nett gestalten.
Auf den folgenden leeren Seiten können sich dann alle Trauergäste mit ihren einzigartigen Erinnerungen eintragen.
Dieses „Lebensbuch“ ist ein besonders schönes Andenken für die hinterbliebenen Familienangehörigen.

20. Bleibende Spuren

Jeder Trauergast erhält einen aus Papier ausgeschnittenen Fußabdruck. Auf diesem kann er notieren, welche Spuren der Verstorbene in seinem Leben hinterlassen hat.
Die Fußspuren können bei der Verabschiedungsfeier um den Sarg oder die Urne herum auflegen werden. Sie können aber auch auf einem Plakat oder einer Pinnwand Platz finden.
Ein anderer Weg ist, leere Fußabdrücke bereits mit der Einladung zur Beerdigung - mit der Bitte um Beschriftung und Mitnahme zur Verabschiedung - mitzusenden.

21. Was ich dir noch sagen wollte

Im Leben bleibt oft vieles ausgesprochen. Gerade nach dem Tod haben Hinterbliebene oft das Bedürfnis, dem verstorbenen Menschen noch etwas mitzuteilen, und nun gibt es leider keine Möglichkeit mehr.
Diese letzte Botschaft kann bei der Verabschiedung symbolisch am Grab überbracht werden.
Dazu kannst du eine kleine Feuerschale aufs Grab stellen. Jeder, der möchte, kann seine persönlichen Worte auf Papier geschrieben mitbringen und dann in dieser Feuerschale verbrennen.
Der Rauch trägt die Botschaft symbolisch in den Himmel.
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Dabei solltest du immer im Kopf behalten, dass…


…. es für die Hinterbliebenen meistens ein Zeichen der Wertschätzung ist, wenn du dich aktiv in die Gestaltung der Trauerfeier einbringst.

….du aber trotzdem Rücksprache mit der Familie halten solltest, ob und zu welchem Zeitpunkt im Ablauf der Beerdigung du etwas beitragen kannst.

… alle diese Rituale helfen, den verstorbenen Menschen bei seiner Verabschiedungsfeier sichtbar werden lassen.
     Es geht daher nicht um die Perfektion, sondern um die Emotionen, die sich hinter den Ritualen verbergen.
Autor: Gudrun

Von der Juristerei zur Wachszieherei - auf den ersten Blick nicht die naheliegendste berufliche Laufbahn. Als Ausgleich zur vielen rechtlichen Theorie suchte Gudrun ein handwerkliches Betätigungsfeld und fand in ihrem Schwiegervater, dem letzten Wachsziehermeister Österreichs, einen ganz besonderen Mentor in Sachen Kerzenherstellung. Seither verbindet sie ihre Liebe zu Kerzen mit ihrer Leidenschaft fürs Schreiben und lässt ihrer Kreativität beim Texten für Hofer-Kerzen freien Lauf.

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